100 Jahre Galiläa-Kirche

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Galiläa-Kirche in Berlin-Friedrichshain

In der Rigaer Straße im Berliner Stadtteil Friedrichshain steht ein fast vergessenes Bauwerk, die Galiläa-Kirche. Benannt nach einem Gebiet im Norden Israels, wurde sie in den Jahren 1909/10 erbaut und am 20. Juni 1910 eingeweiht. Die Gemeindeorgane der Samariter-Kirchengemeinde veranlassten 1906, für ca. 89.000 Mark, den Kauf eines ca. 900 m² großen Grundstückes in der Rigaer Straße 9/10 und begannen mit der Planung zum Bau einer Kirche.

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Der Bau des Gotteshauses wurde durch die rasant ansteigende Bevölkerungszahl in diesem Arbeiterquartieren notwendig. In nur wenigen Jahren wurde aus Ackerland und Wiesen ein dicht besiedeltes Gebiet mit ca. 70.000 Einwohnern. Die Zahl der Gemeindemitglieder in der Samariter-Kirchengemeinde war so groß, dass eine zweite Gemeinde gegründet werden musste. Die neue Tochtergemeinde heißt fortan Galiläa-Kirchengemeinde.

Kaiserin Auguste Viktoria war Schirmherrin des Evangelisch-Kirchlichen Hilfsverein zur „Bekämpfung des religiös-sittlichen Notstands“ in Berlin. Dieser ist mitverantwortlich für den Bau der Samariterkirche (1892-1894) und auch anderer evangelischer Kirchenbauten. Sie spielt eine tragende Rolle beim Bau von Kirchen vor allem im Osten Berlins.

Die Kirche und das direkt daneben liegende Gemeindehaus wurde von den Architekten August Georg Dinklage (* 3. 9. 1849; † 20. 4. 1920) und Ernst Paulus (* 29. 8. 1868; † 25. Juli 1935) entworfen. Der Bau der Kirche kostete ca. 200.000 Mark und des Gemeindehauses ca. 65.000 Mark.