Faszination der Bühne

Theater-Museum

Barockes Welttheater in Bayreuth - Barocke Bühnentechnik in Europa
Die Ausstellung „Faszination der Bühne“ beruht auf einem langjährigen Projekt des Gymnasiums Christian-Ernestinum in Bayreuth, geleitet von Klaus-Dieter Reus.
Die Vereine "Freunde und Förderer zur Gründung des TheaterMuseums Berlin e.V." und "Förderverein zum Erhalt historischer Theatertechnik und Theaterarchitektur e.V." werden diese Ausstellung im Oktober 2010 nach Berlin holen.

Als Ort der Ausstellung konnte der KulturRaum Zwingli-Kirche in Berlin-Friedrichshain gewonnen werden, verkehrsgünstig gelegen im Areal zwischen Spree und den Bahngleisen an der Oberbaumbrücke, am U- sowie S-Bahnhof Warschauer Strasse.
Die Finanzierung läuft ausschließlich mit Hilfe zahlreicher Sponsoren aus der Wirtschaft und ohne öffentliche Gelder.
Die Ausstellung setzt sich zum Ziel, die barocke Bühnentechnik wieder lebendig werden zu lassen, die leider nur noch an wenigen Bühnen in Europa erhalten ist. Sie präsentiert funktionsfähige Nachbauten, sowie Modelle, die dem Besucher den Zauber barocker Bühnentechnik und die barocke Aufführungspraxis vermitteln. Sie bleibt aber nicht bei der glänzenden Außenseite des barocken Theaterlebens stehen, sondern fragt nach den Hintergründen. Das Weltbild der Epoche und die transzendentale Bedeutung der Metapher von der „Welt als Bühne“ stehen ebenso im Mittelpunkt wie die sozialen Belastungen, die die Opern- und Schauspielbegeisterung der Fürstenhäuser den Untertanen auferlegte.

Am Beispiel des Bayreuther Hofes, unter der Markgräfin Wilhelmine ein Kulturzentrum von europäischem Rang, gibt die Ausstellung Einblicke in die Entwicklung des barocken Theaterlebens sowie in die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Hintergründe.

Ergänzt wird die Ausstellung durch weitere Exponate.
Diverse historische Geräte der Beleuchtungstechnik schlagen einen Bogen in die jüngere Vergangenheit.
Der Semperverein aus Dresden zeigt in einer Abteilung den Aufbau der Semperoper und den damit verbundenen Umgang mit den Erfordernissen der modernen Technik und dem Erhalt des Baudenkmals von Semper.

Die peter-behrens-school-of-architecture Düsseldorf stellt anhand von ausgewählten Inszenierungen von TRISTAN UND ISOLDE Bachelorarbeiten mit innovativen Ausstellungskonzepten vor, lokalisiert auf dem ehemaligen Reichsbahngelände an der Revaler Strasse in Berlin-Friedrichshain.
Es werden verschiedene Ausstellungsprojekte zum Thema eines Theatermuseums gezeigt, unter anderem Arbeiten von Hans Dieter Schaal, der insbesondere als Bühnenbildner für Ruth Berghaus und Ausstellungsarchitekt des Film- und Fernsehmuseums im SONY-Center, als auch des Kunstgewerbemuseums im Schloss Köpenick bekannt ist.
Abendveranstaltungen mit Vorträgen und Gesprächskreisen zum Thema des Theaters der Welt begleiten die Ausstellung.

Die Vereine "Freunde und Förderer zur Gründung des TheaterMuseums Berlin e.V." und "Förderverein zum Erhalt historischer Theatertechnik und Theaterarchitektur e.V." möchten diese Ausstellung als Anfang verstanden wissen bei ihrem Ziel die Schaffung eines lebendigen TheaterMuseums in Berlin zu initiieren.

Deutschland verfügt über eine einzigartige Theaterlandschaft und der deutschsprachige Raum – weltweit gesehen – über die meisten Bühnen überhaupt. Von hier gingen und gehen nicht nur maßgebliche künstlerische sondern auch technische Impulse aus, da viele in der Theater- und Veranstaltungstechnik führende Firmen in Deutschland beheimatet sind.
Das Theater ist keine in sich abgeschlossene Kunst, es erreicht alle Bereiche des kulturellen und politischen Lebens. Die künstlerischen Leistungen der Autoren und Komponisten, der Schauspieler, Sänger und Tänzer, der Chöre und Orchester, ihrer Dirigenten, der Regisseure, Bühnen- und Kostümbildner haben das Theater sowohl in der Vergangenheit wie auch der Gegenwart nachhaltig geprägt und das Publikum in die Spielstätten gezogen. Dabei sind Architektur und bildende Kunst ebenso eingebunden wie High Tech und traditionelle Handwerksberufe. Das Theater ist und bleibt ein hoch komplexer und sensibler Organismus.

Deshalb gilt es, das Theater in all seinen Formen, seiner Entwicklung und Geschichte, seinen Einflüssen und Bezügen zu allen Bereichen des Lebens darzustellen. Dies kann sich nicht nur in einer dokumentarisch-traditionellen Sammlung von Archivalien erschöpfen. Ein Museum, gleich welcher Art, sieht im 21. Jahrhundert anders aus als bisher. Bezüge, Verbindungen und Abläufe müssen, so komplex sie auch immer seien, sichtbar und auch für den interessierten Laien nachvollziehbar gemacht werden. Es soll die Lust am Spiel, am Wort und an der Musik wecken und Zusammenhänge erklären.
Berlin mit seiner nationalen wie internationalen Strahlkraft ist der ideale Ort für ein WeltTheaterMuseum, in dem die Schwierigkeit Theater im musealen Kontext zu präsentieren neu erprobt werden sollte.

http://www.faszinationderbuehne.de
http://www.TheatermuseumBerlin.de
http://www.historische-Theatertechnik.de
http://www.kulturraum-zwinglikirche.de

Autoren: Gerhard Döring, Dr. Stefan Gräbener, Klaus Wichmann

Faszination der Bühne
Schirmherrschaft Frau Prof.Barbara Kisseler
KulturRaum Zwingli-Kirche
Rudolfstrasse 14
10245 Berlin
1.-31.Oktober 2010
Di-So 11-19 Uhr
Eintritt €5, ermäßigt €2
U-/S-Bahnhof Warschauer Strasse
BUS 347 Lehmbruckstrasse