Ganztagsbetreuung für Kinder in Gefahr?
SPD-Senator unterstellt den Jugendämtern gesetzwidriges Handel - Die Bezirksstadträtin der Abteilung Jugend, Familie und Schule Monika Herrmann teilt mit: Die Behauptung, die Bezirke vergeben Gutscheine an Familien, die über den benötigten Betreuungsbedarf hinausgehen, ist absurd. „Will man nach der Erziehungszeit wieder in den Beruf einsteigen reichen 7 Stunden Betreuungszeit in einer Stadt wie Berlin oftmals nicht aus“ sagt Monika Herrmann. „Mit diesem Vorhaben treiben wir junge und motivierte Mütter und Väter nach der Baby-Pause in die Arbeitslosigkeit“.
Bald keine Ganztagsbetreuung nach der Elternzeit in Kitas mehr möglich?
Die Gutscheinstelle im Bezirk Friedrichshain- Kreuzberg vergibt die Kita- Gutscheine nach den Vergaberichtlinien der Sentaverwaltung. Jeder Antrag wird sehr genau geprüft und erst dann genehmigt, wenn der Bedarf eindeutig nachgewiesen wurde. Von einer großzügigen Vergabementalität kann hier gar keine Rede sein. „Den Bezirken zu unterstellen, sie würden mehr genehmigen als tatsächlich benötigt wird, ist starker Tobak. Eine kinder- und familienfreundliche Stadt gibt es nicht zum Null-Tarif“ so Herrmann.
Mit den Überlegungen von SPD-Finanzverantwortlichen dieser Stadt, Kita- Plätze für Kinder von 0-3 Jahren, Ganztagsbetreuung ab 3 Jahren und die Betreuung von behinderten Kindern nur noch mit 75 % zu finanzieren, sollen Kosten in Millionen – Höhe eingespart werden. Die Bezirke sollen 25% der Mittel aus den Bezirkshaushalten zur Verfügung stellen, wohl wissend, dass die Bezirke keinen Cent mehr in der Tasche haben.
Kontakt für Nachfragen:
Monika Herrmann, Bezirksstadträtin Jugend, Familie und Schule, Telefon 01774804097
Mit freundlichen Grüßen
Monika Herrmann
Pressemitteilung Nr. 54/2010 vom 04.06.2010