Wartet nicht auf bess´re Zeiten!

Innenraum der Galiläakirche

Die Hedwig-Wachenheim-Gesellschaft e.V. lädt herzlich zur Eröffnung der umgestalteten und erweiterten Dauerausstellung „Wartet nicht auf bess´re Zeiten!“ (Jugendwiderstand und Jugendopposition in der SBZ/DDR 1946-1989) ein.

"Museumseröffnung am Samstag, dem 15. Januar 2011 um 19.00 Uhr in der Friedrichshainer Galiläakirche"

Die mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Lotterie „PS-Sparen und Gewinnen“ unterstützte Ausstellung im Jugend[widerstands]museum Galiläakirche, Rigaer Straße 9 - 10, enthält auf 29 ansprechend gestalteten Tafeln einen Überblick über Widerstand und Opposition von Jugendlichen gegen die SED-Diktatur. Darüber hinaus werden originale Ton- und Bildaufnahmen gezeigt, die bisher nicht veröffentlicht wurden. Eine Mediathek mit zahlreichen Büchern und Lehrfilmen steht für Schulklassen dauerhaft zur Verfügung. Einzigartig ist der durchgängige lokalgeschichtliche Fokus, Friedrichshain war einst Hochburg der DDR-Jugendopposition. Legendär sind z. B. die kirchliche Jugendarbeit mit Punks und anderen Außenseitern der DDR-Gesellschaft sowie die Blues-Messen in der Samariterkirche.

Der konzeptionelle Ansatz und die pädagogisch-didaktische Umsetzung der Ausstellung dienen insbesondere dazu, die schwierigen Lebensbedingungen insbesondere für alternativ und oppositionell orientierte Jugendliche in der Enge der DDR-Gesellschaft den Jugendlichen von heute in verständlicher Form zugänglich zu machen. Die Galiläakirche wird damit auch zu einem Bildungsort, insbesondere für Jugendgruppen und Schulklassen, die sich z.B. im Rahmen von Unterrichtsprojekten zum Thema informieren können.

Eröffnet wird die Ausstellung im Rahmen einer öffentlichen Feierstunde vom Vereinsvorsitzenden der Hedwig-Wachenheim-Gesellschaft e.V., Ricardo Fonseca, Lorenz Postler, dem Initiator des Jugend[widerstands]museums, der selbst in der Opposition aktiv war und Dr. Jan Stöß, Bezirksstadtrat für Finanzen, Kultur, Bildung und Sport.

am Sonnabend, dem 15. Januar 2011,
um 19.00 Uhr im
Jugend[widerstands]museum Galiläakirche,
Rigaer Straße 9 - 10, 10247 Berlin.

Die Ausstellung bietet einen Einblick in eine überwiegend jugendkulturell geprägte Widerstandskultur, die sich gegen staatliche Repression richtete und auch wichtige Impulse für die friedliche Revolution im Herbst 1989 setzte. Sie soll die Erinnerung an die Bedeutung von Jugendwiderstand in Friedrichshain wach halten und mahnen, wie wichtig der aufrechte Gang und Zivilcourage auch heute sind.

Die Ausstellung bietet in erster Linie einen intensiven Einblick in eine jugendliche Lebenswelt, die sich weniger anhand der praktizierten Lebensformen, aber umso deutlicher aufgrund der politisch gesetzten Rahmenbedingungen im SED-Staat von der Lebenswirklichkeit der heutigen Jugendlichen unterscheidet.