Zufriedene Revolutionäre?

Paul Singer Verein

Sind die Forderungen der Märzrevolution von 1848 erfüllt? - Was bedeuten die demokratischen Ideale der Märzrevolutionäre von 1848 heute für uns? Sind die Forderungen erfüllt? Oder noch aktuell? Was bleibt zu tun? Wir suchen Ihre Bildideen. Werden Sie Mitgestalter/in der neuen Ausstellung über die Märzrevolution in Berlin, die Ende Mai 2011 auf dem Friedhof der Märzgefallenen im Volkspark Berlin-Friedrichshain eröffnet wird.

Im Anhang finden Sie 16 Forderungen der Märzrevolutionäre. Schicken Sie uns zu einer oder mehreren Ihren Kommentar oder Ihre Assoziation! Nicht als Text, sondern als Bild: als Foto, Zeichnung, Karikatur. Gesucht sind alle Arten von Illustrationen, die den Forderungen einen aktuellen Bezug verleihen (im Anhang drei Beispiele zu den Forderungen „Unbeschränktes Bitt- und Beschwerderecht“, „allgemeines Wahlrecht“ und „Abhilfe der Not“).

Einsendeschluss ist der 13. April 2011.

Einsendungen bitte per E-Mail an info@friedhof-der-maerzgefallenen.de Eine Jury aus Mitgliedern des Kuratoriums zur Entwicklung einer nationalen Gedenkstätte Friedhof der Märzgefallenen wählt aus allen Einsendungen die Preisträger aus. Die 16 besten Illustrationsideen werden in der Ausstellung gezeigt. Die Einsender/innen der drei überzeugendsten für die Ausstellung ausgewählten Arbeiten erhalten jeweils eine Stattreisen-Jahrescard zur kostenlosen Teilnahme an beliebig vielen historischen Stadtführungen in Berlin und zwanzig weiteren deutschen Städten (www.stattreisen.org), alle anderen einen wertvollen Buchpreis. Alle Teilnehmer/innen werden zur Ausstellungseröffnung eingeladen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Unsere Adresse
Projektbüro Friedhof der Märzgefallenen
Paul Singer Verein
Dr. Susanne Kitschun
alte feuerwache
Marchlewskistraße 6
10243 Berlin
Tel. 030 293479413
http://www.friedhof-der-maerzgefallenen.de

mit Unterstützung von StattReisen Berlin und Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin

Die Forderungen der Märzrevolutionäre von 1848

  1. Vollkommene Pressefreiheit
  2. Wahrhaft konstitutionelle Verfassung, mit allgemeinem Wahl- und Wählbarkeitsrecht
  3. Verantwortlichkeit der Minister gegenüber den Volksvertretern
  4. Vereidigung des Heeres auf die Verfassung. Verminderung des stehenden Heeres und Volksbewaffnung mit Erwählung der Führer durch die Wehrmänner
  5. Gleichheit aller Staatsbürger vor dem Gesetze
  6. Gleichberechtigung aller Einwohner ohne Unterschied des Glaubens; vollkommene Religionsfreiheit und Trennung der Kirche vom Staate
  7. Vereins- und Versammlungsrecht, sowie volle Lehr- und Hörfreiheit
  8. Unbeschränktes Bitt- und Beschwerderecht
  9. Gewährleistung der persönlichen Freiheit und Unverletzbarkeit des Hausrechts
  10. Geschworenengerichte. Unabhängigkeit der Richter; nur auf gerichtliches Urteil dürfen sie abgesetzt und versetzt werden
  11. Öffentlichkeit aller öffentlichen Angelegenheiten
  12. Deutsches Volksparlament
  13. Gleichmäßige Erziehung in der Volks und Bürgerschule auf öffentliche Kosten
  14. Gründliche Verbesserung des Steuerwesens; gerechte Verteilung der Staatslasten zur Erleichterung der unbemittelten Klassen
  15. Pflicht und Recht zur lohnenden Arbeit für Jedermann. Dass der Staat jedem, der
    arbeiten will, eine seinen Kräften angemessene Arbeit und menschlichen
    Bedürfnissen angemessenen Lohn verbürge
  16. Abhilfe der Not und ihrer Gefahren. Der Staat versorgt alle Hilflosen

zusammengestellt nach der „Deutschen Volkstafel“ von Dr. Karl Nauwerck (1810-1891), Privatdozent für Arabistik und Geschichte der Philosophie, Schriftsteller, Politiker, Stadtverordneter von Berlin (von 1846 bis Mai 1848), bürgerlicher Demokrat der Revolution von 1848, Abgeordneter der verfassungsgebenden Versammlung zu Frankfurt am Main, 1851 in Abwesenheit wegen Hochverrats zum Tode verurteilt, Flucht ins Exil in die Schweiz. Am 4. April 1848 veröffentlicht er die Grundrechtsforderungen in der am 3. April 1848 gegründeten Nationalzeitung; und nach der Adresse des Centralkomites für Arbeiter an die konstituierende Versammlung zu Berlin vom 26.5.1848 (und fast wortgleich am 19.6.1848 an das Frankfurter Paulskirchenparlament)