Hundeverbot in Friedrichshain
Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Berlin streitet sich wieder in einer politisch lauen Sommerpause (wie im Übrigen in den letzten Jahren auch) über "belanglose" Dinge. So ist zu vernehmen, dass der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg vor ein paar Tagen endlich ein Hundeverbot für Parkanlagen ausgesprochen hat. Ja, endlich! Mir scheint es seit Jahren, als ob die Oberen ohnmächtig zugucken, dem stinkenden Übel Herr zu werden. (Anmerkung: In fast allen Parkanlagen gilt schon lange ein Hundeverbot.)
Die Einen fordern mehr Spielplätze, die Anderen wollen mehr Spreeufer und wieder Andere fordern in einer dicht bebauten Innenstand mehr Grünanlagen für Vierbeiner. Gut. Das denke ich auch, aber bevor ich überhaupt noch mit einem Hundebesitzer über Freiflächen rede, verlange ich, dass mindestens 95% aller Hundebesitzer ihrer Pflicht nachkommen und ihren stinkenden Dreck wegmachen. Hundekot gehört nicht auf Gehwege, gehört nicht in von Nachbarn frisch bepflanzte Baumscheiben, gehört nicht auf Spielplätze und gehört auch nicht auf eine Parkanlage. Eine Pro-Hund-Initiative hat die Rechte und Pflichten einmal zusammengetragen: Gesetze & Verordnungen die den Hundekot betreffen.
Das Argument Hundesteuern zu zahlen zählt nicht. Diese Steuer ist eine ursprünglich als Luxussteuer eingeführte Steuer, um vor allem dafür zu sorgen, die Zahl der Hunde in einem Gebiet zu begrenzen und natürlich auch zusätzliche Einnahmen für die Gemeinden zu erwirtschaften. Es geht also nicht darum einen Obolus zu zahlen, um dem Hundehalter den Hundekot abzunehmen. Liebe Hundebesitzer und die, die es gern werden möchten, Sie tun es ganz und gar freiwillig. Und ebenso freiwillig dürfen Sie ihre Probleme mitnehmen.